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Der unterschlagene General: Niklaus Leodegar Franz Ignaz von Bachmann (1740-1831)

Vorschauf auf den Vortrag vom 11. Dezember 2013

Der letzte Vortrag des Vereins Schweizer Armeemuseum in diesem Jahr befasst sich mit einer spannenden, aber wenig bekannten Person. In der Schule wurde folgendes gelernt: der erste Schweizer General war Dufour im Sonderbundskrieg von 1847, der zweite war Herzog im deutsch-französischen Krieg von 1870, der dritte im Ersten Weltkrieg hiess Wille und der vierte war Guisan im Zweiten Weltkrieg. Man hat damals General Bachmann unterschlagen, den Glarner Niklaus Franz von Bachmann aus Näfels, Sohn des Maréchal de Camps Karl Leonhard und Bruder des Carl Joseph, der 1792 in den Tuilerien Louis XVI. zu verteidigen versuchte, dafür verhaftet wurde und am 3. September das Schafott besteigen musste. Die Bachmanns waren also eine jener vornehmen Familien in königlich-französischen Diensten.

Als Napoleon im März 1815 unvermutet aus der Gefangenschaft von Elba zurückkehrte, bot die Tagsatzung Truppen für den Grenzschutz auf und ernannte Bachmann am 26. März 1815 zum Obergeneral. Nach der Beschiessung von Basel durch französische Truppen drang er mit Schweizerischen Truppen in die Franche-Comté ein. Die Tagsatzung rief ihn zurück, weil er mit diesem Einmarsch in ein Nachbarland den Grundsatz der Neutralität verletzt hatte. Darüber verstimmt, bat der 75-jährige General um seine Entlassung. Für seine Verdienste schenkte ihm die Tagsatzung einen prächtigen vergoldeten Ehrendegen.

Der Referent: Fred Heer, selber Glarner, «General» aD und Präsident der General-Bachmann-Gesellschaft  (www.generalbachmann.ch) schildert in seinem Referat das abenteuerliche Leben des Schweizer Oberbefehlshabers.

Treffpunkt: Mittwoch, 11. Dezember, 18.50 Uhr auf dem Bundesparkplatz hinter dem Restaurant Bellevue (Rossgagelpintli), Schwäbisstrasse 56, 3613 Steffisburg