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Grenzbesetzung 1815

Vorschau auf den Vortrag vom 25. März 1815

Vor 200 Jahren wurde es kritisch für die Schweiz – wegen Napoleon. Truppen wurden zum Schutz der Grenze aufgeboten, kommandiert von General Bachmann. Was damals genau passierte, erklärt Fred Heer am 25. März beim Verein Schweizer Armeemuseum in Thun.

Als Napoleon im Februar 1815 überraschend aus seiner Verbannung von Elba ausbrach und auf Paris marschierte, wurde die Lage für Europa und damit auch für die Schweiz kritisch. Zum Schutz des Landes mobilisierte die Tagsatzung ihre Truppen und ernannte General Franz Niklaus von Bachmann von Näfels zu ihrem Oberbefehlshaber. Bachmann drang als einziger Schweizer Heerführer in der neueren Geschichte in fremdes Territorium ein.

Die Grenzbesetzung von 1815 mit der Bildung einer Eidgenössischen Armee aus 22 Kantonsmilizen in kürzester Zeit kann zusammenfassend als sehr schwierig, aber letztlich doch erfolgreich bezeichnet werden. Die Energie, mit welcher die damals politisch zerrissene Schweiz ihre Verteidigung an die Hand nahm, fand lobende Anerkennung bei den Alliierten. Der fragwürdige Feldzug in die Franche-Comté war hingegen kein Ruhmesblatt in der Militärgeschichte der Eidgenossenschaft.

Über die Ereignisse 1815 sowie die Rolle von Oberst Bachmann referiert Fred Heer, am Mittwoch, 25. März, im Rahmen der Vortragsserie 2015 des Vereins Schweizer Armeemuseum (VSAM) in Thun. Er wird auch auf die bekannte rote eidgenössische Armbinde zu sprechen kommen, die damals von Bachmann eingeführt und heute so etwas wie ein Markenzeichen des VSAM ist.

Der Referent: Divisionär aD Fred Heer, Steffisburg

Treffpunkt: Mittwoch, 25. März, 18.50 Uhr auf dem Bundesparkplatz hinter dem Restaurant Bellevue (Rossgagelpintli), Schwäbisstrasse 56, 3613 Steffisburg

 

 

 

Bachmann in der Uniform des Schweizer Generals. © Museum des Landes Glarus